Frühlingskonzert 2017



CANTATE BASEL KONZERTCHOR

SAMSTAG, 29.4.2017 19.30 UHR
SONNTAG, 30.4.2017 17 UHR
MARTINSKKIRCHE BASEL

FELIX MENDELSSOHN BARTHOLDY (1809–1847)
Ein Som­mer­nachts­traum / Musik zu Shake­speares Schau­spiel
Die erste Wal­pur­gis­nacht / Bal­lade von Goethe

ROBERT SCHUMANN (1810–1856)
Nacht­lied / nach einem Gedicht von Fried­rich Hebbel

Ulla West­vik Sopran
Alex­an­dra Rawohl Alt
Nino Aure­lio Gmün­der Tenor
Mar­cus Nie­der­meyr Bari­ton

Bas­ler Fes­ti­val Orches­ter
Tobias von Arb Lei­tung

Wal­pur­gis­nacht. Unchrist­li­cher Spuk, ural­tes Brauch­tum oder wilde, heid­ni­sche Orgie? Genau am rich­ti­gen Abend des Jah­res geht Can­tate Basel die­ser Frage nach und beant­wor­tet sie mit­tels Goe­thes Bal­lade und Men­dels­sohns feu­ri­ger Musik. Der mit­reis­send emo­tio­nal und dra­ma­tisch ver­tonte Text beschreibt näm­lich nicht ein­fach einen nächt­li­chen Hexen­spuk auf dem Blocks­berg, son­dern spielt auf den rigo­ro­sen Umgang der Chris­ten mit heid­ni­schen Bräu­chen an. Goe­thes Dich­tung wird so zu einer hintergründig-eindringlichen Kri­tik der Reli­gi­ons­his­to­rie. Can­tate Basel bie­tet in der ers­ten Mai­n­acht aber noch viel mehr! Im «Som­mer­nachts­traum » ver­mi­schen sich Rea­li­tät – die Lie­bes­wir­ren von zwei Pär­chen – und Traum – das Elfen­reich mit ihrem Königs­paar Tita­nia und Obe­ron. Bei­des liegt in der Nacht eben näher bei­ein­an­der als am Tag. Und ist bei Shake­speare die Nacht die Zeit der Lie­ben­den, steht in Heb­bels «Nacht­lied» die rie­sige, stim­mungs­volle, aber unbe­kannte und des­we­gen bedroh­li­che Dun­kel­heit im Zen­trum. Robert Schu­mann hat dafür starke musi­ka­li­sche Bil­der gefun­den, so wie auch für den Schlaf, der uns am Ende schützend einfängt.